Gehackte Accounts

Neulich schrieb mich der Steam-Account eines Freundes an, mit beleidigenden und diffamierenden Äußerungen. Zunächst irritiert, wurde mir schnell klar, dass diese Äußerungen nicht von meinem Freund stammen können. Ich habe ihn auf seinem Handy angerufen. Sein Steam-Account wurde gehackt und der Hacker hat an alle seine Kontakte Nachrichten geschickt, um seinem Ruf zu schaden. Wer dahinter steckt ist in Klärung.

Ich habe mich dann aus Interesse ein bißchen mit Statistiken und Daten zu dem Thema befasst. Täglich werden 600.000 Facebook-Accounts gehackt. Manchmal werden gar ganze Datenbanken abgegriffen, 2014 zum Beispiel 16 Millionen E-Mail Accounts in kurzer Zeit.

Die Gründe hierfür sind mannigfaltig: Erpressung, Betrügereien, Rufmord, Identitätsdiebstahl, Trolling und so weiter.

Als jemand, der aufgrund seiner Autorentätigkeit sowie e-Sports Zeit in einem gewissen Maße in der Öffentlichkeit steht, bitte ich daher alle meine Kontakte mich bei jeder „Merkwürdigkeit“ sofort zu informieren. Beleidigende, diffamierende, betrügerische, etc. Nachrichten und Inhalte stammen mit einer 100%igen Sicherheit niemals von mir.

Vielen Dank im Voraus.

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Selektive Gleichberechtigung und Pseudo-Feminismus

Die Gleichstellung der Geschlechter ist eine der wichtigsten Errungenschaften der letzten 100 Jahre. Sie wäre vermutlich DIE größte Errungenschaft, wenn sie nicht unvollständig und selektiv wäre.

Suffragetten wie Emmeline Pankhurst und Emily Davison haben Anfang des 20. Jahrhunderts den Grundstein dafür gelegt, dass Frauen bis heute die gleichen Rechte erhalten haben wie Männer – und das nicht nur im juristischen Sinne, sondern auch gemäß gesellschaftlicher, beruflicher und sportlicher Aspekte.

Ging es den wahrhaftigen Feministinnen der frühen Frauenrechtsbewegung noch um eine echte Gleichstellung der Geschlechter, hat man gegenwärtig den Eindruck, dass es mehr um eine Bevorteilung der Frauen gehen würde. Denn heutige Feministinnen, besser gesagt Pseudo-Feministinnen, fordern immer nur dann eine Gleichstellung der Frau, wenn ihnen diese Gleichstellung zum Vorteil gereicht. Ich habe beispielsweise selten gehört, dass im Hinblick auf die inzwischen abgeschaffte Wehrpflicht Gleichberechtigung gefordert worden wäre. Ähnlich verhält es sich bei den Rechten von Mutter und Vater, wenn es um das Sorgerecht und den Unterhalt von Kindern geht, falls es zur Trennung der Eltern kommen sollte: In jedem zweiten Fall erhält die Mutter das alleinige Sorgerecht, nur in jedem achten Fall der Vater. Ohne gerichtliche Entscheidungen liegen alle Rechte vorerst ohnehin bei der Mutter. Will diese nicht, dass der Vater sein Kind sieht, dann geschieht dies auch nicht. Um Besuchsrechte zu erhalten, muss der Vater diese erst einklagen. Bezahlen dürfen (besser: müssen) die Väter hingegen für ihre Kinder schon, sie sehen aber nur mit der Zustimmung der Mutter.

Ein anderes Beispiel wären Quotenregelungen im Beruf. Geht es um Vorstandsposten, Stellen an Hochschulen oder andere prestigeträchtige und/oder gut bezahlte Stellen, dann wird schnell nach einer Frauenquote gerufen. Bei anderen Berufsbildern allerdings nicht. Das ist inkonsequent.

Ich bin jemand, der die vollständige und umfassende Gleichstellung beider Geschlechter fordert – überall und immer, ohne irgendeine Form der Ausnahme. Alles andere ist ein Hohn für jene, die die Rechte der Frauen wirklich erstritten haben. Es geht nämlich nicht nur um die Gleichstellung im Sinne der Rechte, sondern auch im Sinne der Pflichten.

Deutscher Qualitätsjournalismus – Der Fall Relotius

Der deutsche Journalist Claas Relotius hat über Monate hinweg Geschichten erfunden und fiktive Figuren erschaffen, um diese dann als Tatsachenberichte und Reportagen zu veröffentlichen – und das nicht irgendwo, sondern beim Print- und Online-Giganten Spiegel.

Erschwerend hinzukommt, dass er die Artikel oft für propagandistische Zwecke im Sinne politischer Strömungen genutzt hat, vor allem aber auch, um etwa gegen die Politik von Donald Trump oder den Kurdenkonflikt zu argumentieren.

Besonders bedenklich ist dies nicht nur, weil derartige Fälschungen es in ein Magazin vom Format eines Spiegels geschafft haben – und das wäre eigentlich schlimm genug – sondern, weil derartige Vorkommnisse Wasser auf die Mühlen der „Lügenpresse“-Schreihälse sind.

Auch fragt man sich, wie der deutsche Journalismus im Allgemeinen funktioniert. Schließlich hat Relotius für seine Arbeiten den „Peter-Scholl-Latour-Preis für die Berichterstattung über das Leid von Menschen in Krisen- und Konfliktgebieten“ erhalten.

Wir sprechen hier also von Fälschungen eines preisgekrönten Journalisten, der unter anderem für den Spiegel, den Cicero, die taz, die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung und die Financial Times Deutschland geschrieben hat. Wenn so jemand seine Artikel fälscht, schönt oder gar komplett erfindet und es diese Fiktionen dann als Reportagen in einen Spiegel schaffen, dann fragt mich sich schon, was denn noch so alles falsch veröffentlicht worden ist – und das, wie ich, als jemand der eigentlich viel vom deutschen Journalismus hält. Das ist der eigentliche Schaden, den Herr Relotius angerichtet hat.

Wiederaufnahme des Themas e-Sports im Blog – Allgemeine Infos zu diesem Blog

Da sich meine Arbeit in bestimmten Bereichen intensiviert, wie auf meinem e-Sports Blog nachzulesen ist, habe ich meinen e-Sports Blog vorerst inaktiv geschaltet. Zeitlich ist es für mich derzeit leider nicht möglich zwei Blogs aktiv zu halten. Daher werde ich zukünftig kurze, persönliche Gedankenspiele zum e-Sports wieder hier posten.

Außerdem möchte ich zu diesem Blog grundsätzlich etwas schreiben, da mich hierzu bereits E-Mails erreicht haben. Ich betreibe diese Seite nicht kommerziell, sondern als reines Hobby. Daher gibt es Zeiten, in denen ich wenig bis gar nichts poste, dafür wieder andere Zeiträume, in denen schnell viel neuer Content erscheint. Ich veröffentliche hier nur etwas, wenn ich es passend finde sowie Lust und Zeit zum Schreiben dazu habe. Vielen Dank für euer und Ihr Verständnis.

Rückzug von allen Wettbewerben

Wie einige vielleicht wissen, war ich lange Zeit jemand, der gerne wettbewerbsorientiert seinen Hobbys nachgegangen ist. Ich kann hier auf eine schöne und erfolgreiche Zeit in unterschiedlichen Hobbys zurückblicken, etwa dem Sport (Tennis, Handball, Schach, e-Sports), dem Gaming als auch den Tabletops.

Letztere waren neben dem e-Sports und dem Gaming bis vor Kurzem das letzte Hobby, in denen ich Wettbewerbe bestritten habe. Aufgrund einer philosophischen und theologischen Neuausrichtung meinerseits, ist das wettbewerbsorientierte Spielen in den vergangenen Jahren aber immer weniger geworden.

Vor wenigen Monaten habe ich mein letztes Tabletop-Turnier bestritten:

Fortan werde ich persönlich an keinerlei Wettbewerben (Turniere, Ligen, etc.) mehr teilnehmen. Allerdings werde ich meine Erfahrungen und Ideen an jüngere Menschen weitergeben, beispielsweise als Leiter des Caelesti Tabletop-Clubs.

Irgendwann musste einmal der vollständige Schnitt zur hobbytechnischen Neuausrichtung meinerseits vollzogen werden – was ich hiermit tue.

Overwatch Ranked – Meine aktuelle Tier-List

Viele Neueinsteiger fragen sich, welche Setups und Helden in Overwatch aktuell gespielt werden sollten. Folgend möchte ich euch daher einen kleinen Überblick zum aktuellen Meta liefern, bei dem es sich aber um meine persönliche Meinung handelt. Ich werde mich dabei auf die Tier 1- und Tier 2-Helden beschränken, sowie die Tier 5-Helden aufzeigen, um deutlich zu machen, was man aktuell im Ranked eigentlich gar nicht spielen sollte.

Tier 1

Support: Ana und Brigitte
DPS: Hanzo
Tank: Reinhardt und Zarya

Ana ist seit Wochen, wenn nicht gar Monaten in meinen Augen eine Pflichtauswahl im Setup, da sie über einen guten DPS-Output, hervorragendes Healing als auch CC verfügt. Brigitte ist für mich ein guter Hybrid aus Support und Tank. Hanzo muss man spielen können, da er ein genaues Aiming benötigt. Seine Fähigkeiten und vor allem seine Ult sind neben seinem enormen Grundschaden weitere Argumente, die ihn essentiell machen. Reinhardt ist ein mobiles Schild mit einer einzigartigen CC-Ult und Zarya bietet mit ihrem Absorb-Damage außerordentliche Kombinationsmöglichkeiten – von ihrer Ult ganz zu schweigen.

Tier 2

Support: Zenyatta
DPS: Doomfist, Junkrat, Pharah, Tracer, Torbjörn
Tank: /

Es gibt kaum einen Helden, der so vielseitig ist wie Zenyatta. Viel Schaden, viel Heal und ein sehr schöner Debuff für den Gegner. Seine Ult kann die Ults von vielerlei Gegner negieren, vor allem die von DPS-Helden. Zu den genannten DPS muss ich nicht viel schreiben, einzig Torbjörn scheint als Tier 2-Held eher selten gesetzt zu sein. Ich finde den neuen Torbjörn aber aus vielerlei Gründen hervorragend: Zum einen hat man fast alle 10 Sekunden einen zweifachen Speed-Buff, was früher Teil seiner Ult gewesen ist. Zum anderen stellt sich das Geschütz inzwischen ohne weiteres Zutun automatisch auf der alten Stufe 2 auf und kann dabei sogar entfernt platziert (geworfen) werden. Seine Ult wiederum ist sehr gut zum Zoning.

Tier 5

Support: /
DPS: Bastion und Mei
Tank: Winston

Bastion schuldet seine schlechte Platzierung vor allem seiner Immobilität sowie seiner Abhängigkeit vom Team. Ohne einen guten Support und einen Schild-Tank ist Bastion quasi nutzlos, wodurch er zwei Teammitglieder mehr oder minder an sich bindet und damit anderswo Lücken im Team aufreißt. Mei ist als Heldin meiner Meinung nach zu schwammig. Kein richtiger DPS, mit der Wall auch irgendwie ein Support, aber ebenfalls nicht so richtig. Ihre Ult hingegen kann Spiele entscheiden. Das reicht mir allerdings nicht für eine Topplatzierung. Winston hat in den letzten Monaten ordentlich Federn gelassen. Er stirbt mittlerweile sehr schnell, sein Schild ist eher mäßig und seine eigentlichen Aufgaben, vor allem das Jagen gegnerischer DPS, kann man mit D.VA besser erfüllen.

Halbsynchronisierte Filme – Ein Graus

Die Saat des Terrors mit Christiane Paul. Ein Film, auf den ich mich seit Längerem gefreut hatte, weil er ein brandaktuelles Thema vor einem wahren Hintergrund aufgegriffen hat.

Die Vorfreude wich dann schnell einem gewissen Maß an Genervtheit. Der Film ist halbsynchronisiert worden, was bedeutet, dass einige Stellen im Original von den Schauspielern in Deutsch gesprochen und aufgenommen worden sind, andere wiederum in einer anderen Sprache, hier zumeist Englisch, um dann nachträglich im Tonstudio deutsche Pendants zu erhalten.

Das ist aus mehreren Gründen extrem unschön für den Zuschauenden, vorwiegend aus zweierlei Aspekten. Zum einen ist es sehr irritierend, wenn bei einem Dialog oder aufeinanderfolgenden Szenen die Lippen manchmal synchron und stimmig zum Text verlaufen, weil Sprache und Lippenbewegungen identisch sind, um dann im nächsten Moment asynchron zu sein, weil die Texte nachträglich eingesprochen worden sind. Zum anderen ist auch die unterschiedliche Tonqualität störend, da Tonstudio-Aufnahmen zumeist klangstärker und störungsärmer sind.

Das mag vielleicht als Gejammer auf hohem Niveau wirken, aber ich empfinde das als derartig unschön, dass ich den Film nach einer halben Stunde abgeschaltet habe.

Halb- oder teilsynchronisierte Filme und Serien gibt es in letzter Zeit häufiger, vor allem in der ARD und auf dem ZDF, wenn es sich um multinationale Produktionen handelt. Ist es etwa ein Projekt von Deutschland und den Niederlanden, dann sprechen die deutschen Schauspieler Deutsch und die niederländischen Schauspieler Niederländisch, um dann den jeweils anderen anschließend nachzusynchronisieren. Ich persönlich mochte das noch nie. Der Film „Die Saat des Terrors“ hat dem Ganzen aber noch einmal die Krone aufgesetzt, weil Christiane Paul im Film teilweise im Original Deutsch gesprochen hat, um dann in der nächsten Szene im Original Englisch zu sprechen und dann deutsch nachsynchronisiert zu werden. Das wird dann in meinen Augen auch langsam albern, wenn eine Schauspielerin im selben Film teilweise nachsynchronisiert wird und teilweise nicht.

Internationale und grenzübergreifende Produktionen finde ich gut und wichtig, weil sie das Filmschaffen heterogener machen. Aber bitte lasst die Schauspieler dann komplett Englisch im Original sprechen, synchronisiert die Filme anschließend komplett in den Nationalsprachen der teilnehmenden Länder nach und strahlt anschließend alle Versionen aus. Alles andere ist halbgar.