Mein kleiner Whisky-Guide

Ich trinke eher selten Alkohol, aber wenn, dann gerne einen guten Whisky am Abend. Stilecht mit einem schönen Whiskyglas und Whiskysteinen. Über die Jahre habe ich einige Whiskys ausprobiert und gesammelt. Im Folgenden möchte ich meine fünf Favoriten vorstellen.

Platz 5: Nikka Blended – 7 Jahre – Preis: Circa 40 Euro pro Liter

Ein feiner und vergleichsweise günstiger Whisky aus Japan. Der Whisky verfügt über einen sehr weichen Geschmack mit einer fruchtigen Note und einem leichten Hauch von Mandeln.

Empfehlen würde ich diesen Whisky vor allem Einsteigern, die mit etwas Mildem beginnen möchten. Japanische Whiskys sind in aller Regel von hervorragender Qualität und zeugen von einem guten Handwerk.

Platz 4: Glenfiddich Solera – 15 Jahre – Preis: Circa 55 Euro pro Liter

Glenfiddich ist eine unter Whisky-Liebhabern sehr bekannte Brennerei im Norden von Schottland und besteht bereits seit dem Ende des 19. Jahrhunderts.

Das bei diesem Whisky angewandte Soleraverfahren stammt ursprünglich aus Spanien und findet vorwiegend Anwendung bei der Vermählung von Sherry-Abfüllungen. Konkret hat Glenfiddich bei diesem äußerst leckeren Whisky verschiedene Fassreifungen genommen und in einem Solerafass aus Pinienholz zusammengeführt.

Im Ergebnis findet sich ein voller Whisky mit einem angenehmen Honigaroma. Der Whisky hat einen eher starken Geschmack, der von einer sanften Würze abgerundet wird.

Platz 3: Ardbeg Islay Single Malt – 10 Jahre – Preis: Circa 70 Euro pro Liter

Islay Whiskys muss man mögen. Sie haben nicht den klassischen Whisky-Geschmack der meisten Whisky-Sorten, sondern ein sehr rauchiges Aroma. Ardbeg bildet da keine Ausnahme. Im Gegenteil: Er gehört wahrscheinlich zu den rauchigsten Whiskys der Welt.

Neben seinem deutlich rauchigen Geschmack finden sich auch Noten von Zitronen, Limonen, Pfeffer und Zimt. Das Rauchige dominiert aber sehr stark.

Platz 2: Glenfarclas Highland Single Malt – 15 Jahre – Preis: Circa 60 Euro pro Liter

Glenfarclas ist meine Lieblings-Destillerie. Sie befindet sich wie so viele gute Whisky-Heimstätten im nördlichen Schottland und wurde bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts gegründet.

Die Whiskys dieser tollen Destillerie haben häufig einen starken Sherry-Geschmack und sind für einen Whisky eher süßlich. Gleichzeitig schmeckt man auch deutlich den Malz heraus. Ebenfalls kann man ein leicht rauchiges Aroma feststellen, allerdings lange nicht so stark wie bei einem Islay Whisky.

Platz 1: Islay Blended Malt Whisky Cragabus – 12 Jahre – Preis: Circa 100 Euro pro Liter

Der Cragabus ist ein echter Schatz. Er vereint alle Stärken eines Islay Whiskys ohne die häufig vorkommenden Schwächen, wie etwa einen unsanften Abgang, zu übernehmen. Er schmeckt angenehm rauchig, ist mild und lässt trotz seines Raucharomas auch den klassischen Whisky-Geschmack durchdringen.

Das ganz leicht salzige Gefühl auf der Zunge sorgt dafür, dass man sich an die schottische Küste oder in die Highlands versetzt fühlt.

Ein wirklich großartiger Whisky, der vom feinsten Handwerk zeugt, dass wir in Sachen Whisky gegenwärtig in Europa vorweisen können – vielleicht sogar weltweit. Ich habe bisher Whiskys aus über zwanzig verschiedenen Ländern probiert und keiner war so gut wie der Cragabus.

Advertisements

Penta Kill Guide – Smite

Der Penta Kill – der vermeintlich schwerste aller zu erreichenden Erfolge im Action-MOBA Smite, vielleicht zusammen mit Finale Form. Dabei ist ein Penta Kill gar nicht so schwer, wenn man weiß wie es geht.

Viele Spieler auf der Jagd nach einem Penta Kill versuchen ihr Glück häufig in Gruppen. Gespielt werden dann bestimmte Kombinationen, wie zum Beispiel Ares und Scylla oder Odin und Zeus. Das mag funktionieren, ist aber vergleichsweise aufwendig und langwierig.

Deutlich einfacher geht es, auch als Einzelkämpfer, wenn man wie folgt herangeht:

Modus: Arena
Gott: Thanatos

Thanatos hat den immensen Vorteil, dass er über einen hervorragenden Selfheal verfügt. Tötet er einen Gegner, dann wird er nicht nur geheilt, sondern er reduziert auch die Cooldowns seiner Fähigkeiten. Das macht ihn zu einer Art Schneeball, der – richtig gespielt – über den Gegner herüberrollen kann. Zusätzlich heilt ihn auch seine erste Fähigkeit.

Neben einem guten Selfheal ist auch Geschwindigkeit wichtig, wenn man einen Penta Kill machen möchte, um zügig vom letzten zum nächsten Gegner zu kommen. Die zweite Fähigkeit erhöht seine Bewegungsgeschwindigkeit für eine begrenzte Zeit um bis zu 30%, zusätzlich um nochmals maximal 30%, wenn ein Gegner von seiner Ultimate exekutiert werden könnte. Ultimate? Genau! Die ultimative Fähigkeit von Thanatos kann wichtig für den Penta Kill sein. Thanatos fliegt in die Lüfte und exekutiert bei der Landung einen Gegner, der nur noch über eine bestimmte Anzahl an Lebenspunkten verfügt. Diese Fähigkeit kann nützlich sein, um während des Penta Kill Versuchs einen Kill zu sichern, andererseits aber auch, um kurzzeitig aus einer schwierigen Situation herauszukommen.

Die dritte normale Fähigkeit von Thanatos ist eher belanglos, kann aber ebenfalls nützlich sein. Hier verursacht er auf kurze Distanz an mehreren Gegnern Schaden und bringt sie für eine Sekunde zum Schweigen.

Um einen Penta Kill zu machen sind vor allem auch die gekauften Gegenstände von Bedeutung. Ich spiele es normalerweise wie folgt:

1. Warrior Tabi
Schuhe, wie immer ein Pflichtkauf.

2. Jotunn‘s Wrath
Thanatos ist ein „ability-based“ Gott, was bedeutet, dass er beim Schaden primär auf seine Fähigkeiten und nur sekundär auf seine Grundangriffe setzt. Jotunn‘s Wrath bringt euch eine Verringerung der Abklingzeit sowie Durchdringung. Essentiell für einen Gott wie ihn.

3. Bloodforge
Grundsätzlich nicht unbedingt ein Pflichtkauf bei Thanatos, aber sehr wohl, wenn man auf einen Penta Kill aus ist. Denn Bloodforge umgibt euch für kurze Zeit mit einem schützenden Schild, wenn ihr einen Gegner erledigt habt. Darüber hinaus liefert der Gegenstand beachtliche 75 an physischer Kraft. Unschlagbar in dieser Hinsicht.

4. Hydra‘s Lament
Dieser Gegenstand ist aus zwei Gründen wichtig: Erstens reduziert er weiter die Abklingzeit von Thanatos‘ Fähigkeiten. Zweitens sorgt er dafür, dass euer nächster Grundangriff innerhalb von acht Sekunden nach dem Einsatz einer Fähigkeit zusätzlich 50% Schaden verursacht. Nicht alle eure Gegner auf dem Weg zum Penta Kill werden direkt durch eure Fähigkeiten sterben. Daher sind starke Grundangriffe als „zweite Welle“ nicht verkehrt.

5. Deathbringer
Ebenfalls um eure Grundangriffe zu stärken, denn Deathbringer macht 25% eurer Grundangriffe kritisch und bewirkt zusätzlich, dass der Schaden von kritischen Treffern um 30% erhöht wird.

6. Titan‘s Bane
Ihr werdet auf Spiele stoßen, in denen eure Gegner 1-2 Tanks, 1-2 Krieger oder einen Mix aus beidem spielen. Daher ist es unumgänglich, dass ihr vermehrt auf Durchdringung setzt, um auf dem Weg zum Penta Kill auch harte Brocken auszuschalten. Dafür ist Titan‘s Bane genau richtig.

Warum Arena?

Der Modus ist am besten für die Jagd auf Penta Kills geeignet, weil ihr schnell levelt, rasch eure Gegenstände erhaltet und dann einige Minuten Zeit habt um gezielt auf den Penta Kill zu spielen. Darüber hinaus respawnen die Gegner schnell, sodass ihr teilweise eine zweite Chance während eines Versuchs erhaltet.

Ich habe mich selbst auf diese Weise an einem Penta Kill versucht und direkt in der ersten Runde fünf Quadra Kills und drei Penta Kills geschafft – und zwar echte Penta Kills und keine Hexa Kills (doppelte Penta Kills durch eine sechste Tötung) oder Ähnliches.

Ich wünsche viel Spaß und Erfolg beim Ausprobieren.

Overwatch Ranked – Meine aktuelle Tier-List

Viele Neueinsteiger fragen sich, welche Setups und Helden in Overwatch aktuell gespielt werden sollten. Folgend möchte ich euch daher einen kleinen Überblick zum aktuellen Meta liefern, bei dem es sich aber um meine persönliche Meinung handelt. Ich werde mich dabei auf die Tier 1- und Tier 2-Helden beschränken, sowie die Tier 5-Helden aufzeigen, um deutlich zu machen, was man aktuell im Ranked eigentlich gar nicht spielen sollte.

Tier 1

Support: Ana und Brigitte
DPS: Hanzo
Tank: Reinhardt und Zarya

Ana ist seit Wochen, wenn nicht gar Monaten in meinen Augen eine Pflichtauswahl im Setup, da sie über einen guten DPS-Output, hervorragendes Healing als auch CC verfügt. Brigitte ist für mich ein guter Hybrid aus Support und Tank. Hanzo muss man spielen können, da er ein genaues Aiming benötigt. Seine Fähigkeiten und vor allem seine Ult sind neben seinem enormen Grundschaden weitere Argumente, die ihn essentiell machen. Reinhardt ist ein mobiles Schild mit einer einzigartigen CC-Ult und Zarya bietet mit ihrem Absorb-Damage außerordentliche Kombinationsmöglichkeiten – von ihrer Ult ganz zu schweigen.

Tier 2

Support: Zenyatta
DPS: Doomfist, Junkrat, Pharah, Tracer, Torbjörn
Tank: /

Es gibt kaum einen Helden, der so vielseitig ist wie Zenyatta. Viel Schaden, viel Heal und ein sehr schöner Debuff für den Gegner. Seine Ult kann die Ults von vielerlei Gegner negieren, vor allem die von DPS-Helden. Zu den genannten DPS muss ich nicht viel schreiben, einzig Torbjörn scheint als Tier 2-Held eher selten gesetzt zu sein. Ich finde den neuen Torbjörn aber aus vielerlei Gründen hervorragend: Zum einen hat man fast alle 10 Sekunden einen zweifachen Speed-Buff, was früher Teil seiner Ult gewesen ist. Zum anderen stellt sich das Geschütz inzwischen ohne weiteres Zutun automatisch auf der alten Stufe 2 auf und kann dabei sogar entfernt platziert (geworfen) werden. Seine Ult wiederum ist sehr gut zum Zoning.

Tier 5

Support: /
DPS: Bastion und Mei
Tank: Winston

Bastion schuldet seine schlechte Platzierung vor allem seiner Immobilität sowie seiner Abhängigkeit vom Team. Ohne einen guten Support und einen Schild-Tank ist Bastion quasi nutzlos, wodurch er zwei Teammitglieder mehr oder minder an sich bindet und damit anderswo Lücken im Team aufreißt. Mei ist als Heldin meiner Meinung nach zu schwammig. Kein richtiger DPS, mit der Wall auch irgendwie ein Support, aber ebenfalls nicht so richtig. Ihre Ult hingegen kann Spiele entscheiden. Das reicht mir allerdings nicht für eine Topplatzierung. Winston hat in den letzten Monaten ordentlich Federn gelassen. Er stirbt mittlerweile sehr schnell, sein Schild ist eher mäßig und seine eigentlichen Aufgaben, vor allem das Jagen gegnerischer DPS, kann man mit D.VA besser erfüllen.

Wie schreibt man einen Bestseller?

Ich werde oft gefragt, wie man am besten ein Buch schreibt, das sich möglichst oft verkauft. Dabei ist dies bei der Erstellung eines Buches die völlig falsche Herangehensweise.

 

Abverkäufe oder eine hohe Auflage sind zwar schön, aber in meinen Augen nur sekundär, wenn es ums Schreiben geht. Das sehe ich auch deutlich an meinen eigenen Büchern: Mein mir persönlich wichtigstes Buch ist „Gedanken eines Rastlosen“. Von meinen vier Büchern hat sich „Gedanken eines Rastlosen“ in Relation zur Zeit und anderen Aspekten am drittschlechtesten verkauft. „Bildschirm-Athleten“ und „Himmlisch kleiner Schein“ sind Bestseller, „Gedanken eines Rastlosen“ ist es nicht. Dennoch ist es mein wichtigstes Buch – und wird es auch bleiben.

 

Warum ist dem so? Erst einmal ist es mein erstes Buch. Das macht es für mich zu etwas Besonderem. Aber viel wichtiger ist, dass in „Gedanken eines Rastlosen“ die für mich wichtigsten Themenfelder behandelt werden: Gott, Religion, Philosophie, Gesellschaft und Politik. Ich verarbeite in dem Buch Gedanken, Ideen und Theorien, die ich über einen langen Zeitraum gesammelt und entwickelt habe. Deshalb verkauft sich das Buch aber nicht automatisch gut, vor allem, weil die Themen sehr komplex, nicht leicht zu erfassen und in weiten Teilen auch nicht dem Zeitgeist entsprechend sind.

 

Aber auch bei meinen anderen Büchern bin ich nicht mit dem Gedanken darangegangen, die Bücher möglichst oft zu verkaufen. Viel wichtiger war mir, dass die Bücher meinen Interessen entsprechen und ich Lust darauf habe sie zu schreiben. Mit „Himmlisch kleiner Schein“ habe ich gleichzeitig in einen Bereich gezielt, der kaum noch Beachtung findet – nämlich die Lyrik. Das ist zum einen schade, zum anderen aber auch gut, da das Angebot an solchen Büchern am Markt überschaubar ist. Die Nachfrage ist zwar auch nicht so hoch wie in anderen Segmenten, aber höher als das Angebot. Unter anderem dadurch hat sich das Buch sehr oft verkauft – und hoffentlich auch, weil den Menschen der Inhalt gefallen hat.

 

In „Bildschirm-Athleten“ setze ich mich mit dem Phänomen e-Sports auseinander. Ich selbst war lange Zeit e-Sportler und beschäftige mich privat auch heute noch quasi täglich damit. Daher ist meine persönliche Leidenschaft bei dem Thema sehr ausgeprägt. Zusätzlich bedient das Buch eine Thematik, die sehr aktuell und im Kommen ist. Ferner zielt es in eine Nische, denn im deutschsprachigen Raum gab es zuvor kein umfassendes Sachbuch zum e-Sports. Das Feedback zum Buch war bisher durchweg positiv und über Mundpropaganda und ein wenig Werbung sind viele Menschen darauf aufmerksam geworden.

 

Wie schreibt man nun aber einen Bestseller? Nun, wenn man es wirklich nur darauf anlegt, dann sollte man eine Markt- und Zielgruppenanalyse machen, sich eines Themas annehmen, das gesellschaftlich relevant, hochaktuell und bei dem das Angebot an entsprechender Literatur vergleichsweise gering ist – bei zu erwartender hoher Nachfrage.

 

Für mich persönlich wäre das aber niemals der richtige Weg. Viel wichtiger sind in meinen Augen: Feuereifer für das Thema, ein persönliches Interesse am Buch sowie Ausdauer und Wille. Daneben sollte man selbstredend einigermaßen Schreiben können, vor allem hinsichtlich schriftstellerischer Merkmale, der Rechtschreibung sowie der Grammatik.

 

Man sollte auch stets bedenken, dass der Leser Zeit, Gedanken und Geld ins Buch investiert. Daher finde ich es schon alleine aus Gründen des Respekts selbstverständlich, dass man ein Buch abliefert, das man auch selbst gerne lesen würde.

 

Erfolg als Strategiespieler – Faktoren

Gerade im Bereich des e-Sports‘, der Tabletops und im Allgemeinen der Brettspiele werde ich manchmal gefragt, wie ich das „eigentlich gemacht habe“, dass ich so viel gewinnen konnte. Das ist einerseits natürlich schmeichelhaft, andererseits waren meine Antworten aber stets die gleichen. Besonders folgende Faktoren sind in meinen Augen von Bedeutung, wenn man im Bereich von Strategiespielen, seien sie digital oder analog, erfolgreich sein möchte. Auch, wenn ich schon einige Jahre nicht mehr als leistungsorientierter Spieler unterwegs bin, möchte ich Interessenten dennoch ein paar Einblicke geben. Dabei handelt es sich lediglich um meine Meinung und meine Herangehensweise und mitnichten um eine allgemein gültige Wahrheit.

 

Leidenschaft

Wie überall im Leben sollte man das, was man macht, auch gerne machen. Je mehr Leidenschaft und Begeisterung man für eine Sache aufbringen kann, desto leichter wird es einem fallen, in eben jener Sache auch erfolgreich zu sein. Das liegt zum einen daran, dass man Inhalte, Spielmechaniken und andere Dinge schneller lernt, zum anderen auch daran, dass man bereit ist mehr Zeit und ggf. auch Geld in das Hobby zu investieren.

 

Zeit

Der Faktor Zeit ist aus mehreren Gründen wichtig. Es bedarf Zeit, um ordentlich trainieren und viele Spiele absolvieren zu können. Ferner ist Zeit wichtig, um potenzielle Gegner (Fraktionen, Armeen, Spieler, etc.) zu analysieren, sich auf turnierspezifische Gegebenheiten einzustellen und eine Sichtung des eigenen Spielens vorzunehmen. Je besser ich das Umfeld, die Gegner und mich selbst kenne, desto leichter wird es mir fallen, bei einem Wettbewerb gut abzuschneiden.

 

Wissen

Bei eigentlich alle Strategiespielen, vor allem solchen, die „lebendig“ sind, sich also stetig verändern, sind Kenntnisse des Spiels von großer Bedeutung über Sieg oder Niederlage. Das betrifft vor allem das aktuelle Meta, also das, was zur Zeit am ehesten gespielt wird und am besten funktioniert. Aber auch Wissen über beispielsweise Armeen, Karten (Maps), Fraktionen, Gegenstände, etc., das kann sich von Spiel zu Spiel stark unterscheiden, ist von immenser Wichtigkeit. Nur so kann ich Vor- und Nachteile sondieren, geographische Lagen richtig ausnutzen und Schwachstellen beim Gegenüber ausschlachten.

 

Fitness

Das mag merkwürdig klingen, aber zu meiner „Topzeit“ war ich körperlich fit. Je gesünder der Körper ist, desto besser funktioniert auch der zum jeweiligen Körper gehörende Geist. Das ist nicht immer so, aber doch meistens. Spielt man beispielsweise bei einem Turnier mit, das über drei Tage geht und bei dem es pro Tag vier Spiele à zwei bis drei Stunden gibt, dann ist man schnell „platt“. Einmal aufgrund der Anspannung, des Denkens und der Konzentration – und je nach Disziplin auch aufgrund körperlicher Aspekte, beim e-Sports etwa wegen der Belastung des Rückens, bei Tabletops zum Beispiel aufgrund der zumeist stehenden Haltung.

 

Disziplin

Man sollte diszipliniert sein und sich an einige Trainings- und Grundlagenpläne halten. Ein „heute habe ich keine Lust“ kann schnell zur Regel werden und zu einer Abwärtsspirale führen. Das gilt für alle Aspekte des Hobbys, vor allem aber für das spielerische Training, die Vorbereitung und auch die Fitness.

 

Flexibilität

„Kein Kriegsplan überlebt den ersten Zusammenstoß mit dem Feind.“, so lautet ein berühmtes Zitat, das entweder von Carl von Clausewitz oder aber von Helmuth von Moltke stammen könnte. Das gilt oft auch für Strategiespiele, wobei ich das Zitat hier etwas entschärfen und „Kein“ in „Kaum ein“ austauschen wollen würde. Das bedeutet, dass man sich als Spieler auf neue Situationen einstellen können muss, sowohl auf als auch neben dem „Schlachtfeld“.

 

Mathematik

Viele Strategiespiele beruhen zu einem gewissen Teil auch auf dem Zufallsprinzip, etwa, wenn Würfel im Spiel sind. Oft sind solche Würfelwürfe an bestimmte Faktoren geknüpft, die die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Würfelwurfes verschieben. So könnte es zum Beispiel sein, dass eine drei oder besser auf einem sechsseitigen Würfel zu einem Erfolg führt. Das würde einen Erfolg wahrscheinlicher machen als einen Misserfolg. Bei einer gewissen Anzahl an Würfen, die mitunter auch aufeinander aufbauen können, ist es wichtig, dass man schnell einfache Wahrscheinlichkeiten und auch solche, die in einer Abhängigkeit zueinander stehen, ermitteln kann. Das aber nur als eines von vielen Beispielen. Wie im echten Leben auch ist bei Strategiespielen Mathematik quasi allgegenwärtig und mathematische Fähigkeiten sind daher zwingend erforderlich, wenn man erfolgreich sein möchte.

 

Scouting

Bei Disziplinen, die nicht „offen“ sind und von jedem zu jeder Zeit komplett eingesehen werden können, ist es wichtig, zu „scouten“, also die Karte (Map) aufzudecken. Das gilt vor allem für Echtzeitstrategiespiele im Bereich des e-Sports. Das ist beispielsweise wichtig, um gegnerische Bewegungen rechtzeitig zu sehen, die Strategie des Gegenübers zu analysieren oder auch um neue Ressourcenquellen zu sichten.

 

Innovation

Man sollte versuchen sich selbst neue Strategien und Taktiken zu überlegen. Sowohl im Hinblick auf die eigene Aktion, aber auch als Reaktion auf beispielsweise Meta-Spielweisen. Je innovativer meine Ideen sind, desto schwerer kann sich mein Gegenüber darauf einstellen.

 

Trainingspartner

Man sollte sich für das eigene Training am besten Spieler suchen, die sich auf einem ähnlichen Level bewegen wie man selbst. Dadurch bleibt das eigene spielerische Niveau auf einem entsprechenden Level.

 

Geld

Bei einigen Disziplinen spielt (leider) auch die Bereitschaft eine Rolle, Geld ins Hobby zu stecken. Nicht bei allen Disziplinen spielt man als „Profi“ um Gewinne, sondern, beispielsweise bei Tabletops, gibt es in der Regel gar keine „Profiszene“. Möchte man oben mitspielen und sich stets ans Meta anpassen, dann muss man Geld in die Hand nehmen (bei zum Beispiel Warhammer 40k kann eine neue Armee mal schnell über fünfhundert Euro kosten). Im e-Sports ist Geld, das man selbst investieren muss, aber ein zu vernachlässigender Faktor.

 

Das nur als kurzer Umriss für interessierte und ab und zu nachfragende Menschen. Ich hoffe, dass das ganz hilfreich ist. Gerne stehe ich per E-Mail oder auch persönlich (wenn man sich kennt) für Fragen zur Verfügung. Ich möchte aber darauf hinweisen, dass mir selbst derartige Erfolge nicht mehr so wichtig sind und ich mittlerweile rein aus „Spaß“ spiele, mit wenigen Ausnahmen.