Wiederaufnahme des Themas e-Sports im Blog – Allgemeine Infos zu diesem Blog

Da sich meine Arbeit in bestimmten Bereichen intensiviert, wie auf meinem e-Sports Blog nachzulesen ist, habe ich meinen e-Sports Blog vorerst inaktiv geschaltet. Zeitlich ist es für mich derzeit leider nicht möglich zwei Blogs aktiv zu halten. Daher werde ich zukünftig kurze, persönliche Gedankenspiele zum e-Sports wieder hier posten.

Außerdem möchte ich zu diesem Blog grundsätzlich etwas schreiben, da mich hierzu bereits E-Mails erreicht haben. Ich betreibe diese Seite nicht kommerziell, sondern als reines Hobby. Daher gibt es Zeiten, in denen ich wenig bis gar nichts poste, dafür wieder andere Zeiträume, in denen schnell viel neuer Content erscheint. Ich veröffentliche hier nur etwas, wenn ich es passend finde sowie Lust und Zeit zum Schreiben dazu habe. Vielen Dank für euer und Ihr Verständnis.

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Rückzug von allen Wettbewerben

Wie einige vielleicht wissen, war ich lange Zeit jemand, der gerne wettbewerbsorientiert seinen Hobbys nachgegangen ist. Ich kann hier auf eine schöne und erfolgreiche Zeit in unterschiedlichen Hobbys zurückblicken, etwa dem Sport (Tennis, Handball, Schach, e-Sports), dem Gaming als auch den Tabletops.

Letztere waren neben dem e-Sports und dem Gaming bis vor Kurzem das letzte Hobby, in denen ich Wettbewerbe bestritten habe. Aufgrund einer philosophischen und theologischen Neuausrichtung meinerseits, ist das wettbewerbsorientierte Spielen in den vergangenen Jahren aber immer weniger geworden.

Vor wenigen Monaten habe ich mein letztes Tabletop-Turnier bestritten:

Fortan werde ich persönlich an keinerlei Wettbewerben (Turniere, Ligen, etc.) mehr teilnehmen. Allerdings werde ich meine Erfahrungen und Ideen an jüngere Menschen weitergeben, beispielsweise als Leiter des Caelesti Tabletop-Clubs.

Irgendwann musste einmal der vollständige Schnitt zur hobbytechnischen Neuausrichtung meinerseits vollzogen werden – was ich hiermit tue.

Overwatch Ranked – Meine aktuelle Tier-List

Viele Neueinsteiger fragen sich, welche Setups und Helden in Overwatch aktuell gespielt werden sollten. Folgend möchte ich euch daher einen kleinen Überblick zum aktuellen Meta liefern, bei dem es sich aber um meine persönliche Meinung handelt. Ich werde mich dabei auf die Tier 1- und Tier 2-Helden beschränken, sowie die Tier 5-Helden aufzeigen, um deutlich zu machen, was man aktuell im Ranked eigentlich gar nicht spielen sollte.

Tier 1

Support: Ana und Brigitte
DPS: Hanzo
Tank: Reinhardt und Zarya

Ana ist seit Wochen, wenn nicht gar Monaten in meinen Augen eine Pflichtauswahl im Setup, da sie über einen guten DPS-Output, hervorragendes Healing als auch CC verfügt. Brigitte ist für mich ein guter Hybrid aus Support und Tank. Hanzo muss man spielen können, da er ein genaues Aiming benötigt. Seine Fähigkeiten und vor allem seine Ult sind neben seinem enormen Grundschaden weitere Argumente, die ihn essentiell machen. Reinhardt ist ein mobiles Schild mit einer einzigartigen CC-Ult und Zarya bietet mit ihrem Absorb-Damage außerordentliche Kombinationsmöglichkeiten – von ihrer Ult ganz zu schweigen.

Tier 2

Support: Zenyatta
DPS: Doomfist, Junkrat, Pharah, Tracer, Torbjörn
Tank: /

Es gibt kaum einen Helden, der so vielseitig ist wie Zenyatta. Viel Schaden, viel Heal und ein sehr schöner Debuff für den Gegner. Seine Ult kann die Ults von vielerlei Gegner negieren, vor allem die von DPS-Helden. Zu den genannten DPS muss ich nicht viel schreiben, einzig Torbjörn scheint als Tier 2-Held eher selten gesetzt zu sein. Ich finde den neuen Torbjörn aber aus vielerlei Gründen hervorragend: Zum einen hat man fast alle 10 Sekunden einen zweifachen Speed-Buff, was früher Teil seiner Ult gewesen ist. Zum anderen stellt sich das Geschütz inzwischen ohne weiteres Zutun automatisch auf der alten Stufe 2 auf und kann dabei sogar entfernt platziert (geworfen) werden. Seine Ult wiederum ist sehr gut zum Zoning.

Tier 5

Support: /
DPS: Bastion und Mei
Tank: Winston

Bastion schuldet seine schlechte Platzierung vor allem seiner Immobilität sowie seiner Abhängigkeit vom Team. Ohne einen guten Support und einen Schild-Tank ist Bastion quasi nutzlos, wodurch er zwei Teammitglieder mehr oder minder an sich bindet und damit anderswo Lücken im Team aufreißt. Mei ist als Heldin meiner Meinung nach zu schwammig. Kein richtiger DPS, mit der Wall auch irgendwie ein Support, aber ebenfalls nicht so richtig. Ihre Ult hingegen kann Spiele entscheiden. Das reicht mir allerdings nicht für eine Topplatzierung. Winston hat in den letzten Monaten ordentlich Federn gelassen. Er stirbt mittlerweile sehr schnell, sein Schild ist eher mäßig und seine eigentlichen Aufgaben, vor allem das Jagen gegnerischer DPS, kann man mit D.VA besser erfüllen.

Football Leaks

Die jüngsten Enthüllungen um den deutschen, europäischen und globalen Profifußball wirken wie die lange zu erwartende Bestätigung einer längst bekannten Sache – und dabei steht Football Leaks erst am Anfang. Es werden noch viele Enthüllungen folgen.

Aus deutscher Sicht ist besonders erwähnenswert, dass vor allem ein Verein bei den Hinterzimmergesprächen und einer mutmaßlichen Korruption ganz vorne mitmischt: Der FC Bayern München. Wie bereits in einem früheren Artikel auf diesem Blog zu lesen gewesen ist, halte ich das Geschäftsgebaren von Bayern ohnehin für unmoralisch. Die neuen Erkenntnisse der letzten Tage werfen auf den Verein aber noch einmal einen viel größeren Schatten. Zynisch könnte man fragen, was man denn auch anderes von einem Verein erwarten soll, der von zwei Vorbestraften geführt wird. Das reicht aber nicht, denn die Geld- und Machtgier der Bayern reicht offenbar viel tiefer. So überlegte man wohl aus der Bundesliga auszusteigen und/oder die Champions League zu verlassen, um mit anderen europäischen Spitzenclub eine „Invite only“-Superliga zu gründen. Dabei geht es nicht um sportliche Aspekte, sondern nur um Geld und eine Stärkung der eigenen Machtposition. Als Sportfan ist man angewidert.

Aber auch die Spitzenverbänden tun ihr Übriges. FIFA und UEFA gelten seit Langem als korrupt. So ging beispielsweise Fifa-Präsident Infantino rigoros gegen die eigenen Regelhüter im Verband vor. Zuvor hatte er noch als Generalsekretär der UEFA gezielt mit Besitzern von europäischen Topclubs, zumeist aus dem arabischen Raum, zusammengearbeitet, um diesen beim Bruch der Financial-Fair-Play-Regeln zu helfen.

In meinem Buch zum e-Sports habe ich geschrieben, dass ich mir keine übermächtigen Verbände und Organisationen im e-Sports wünsche. Genau die aktuellen Enthüllungen rund um den Profifußball zeigen warum.

Was wäre zu tun? Man sollte alle beteiligten Clubs die Lizenzen für die nationalen Erstligen und alle europäischen Turniere entziehen – erst einmal für zwei Jahre, inklusive Zwangsabstieg in die jeweils nationale dritte Liga. Gleichzeitig sollten Gehälter, Ablösesummen und Bonuszahlungen im Profifußball gedeckelt werden – ohne Wenn und Aber und mit harten Strafen bei Verstößen oder einer Umgehung der Regeln. Gleichzeitig müssen die kompletten Führungsebenen bei FIFA und UEFA ausgetauscht werden und zukünftig einer staatlichen Kontrolle unterliegen, bei der UEFA etwa durch die EU plus X.

Die Metaspirale gepaart mit Kompliziertheit

Wer Videospiele und Tabletops spielt, der kennt das Phänomen, dass kontinuierlich neue Inhalte implementiert werden, die besser sind als das Vorhandene. So werden Helden, Einheiten, Regeln und so weiter immer stärker, frei nach dem Motto: Höher, schneller, weiter.

 

Gepaart wird diese Entwicklung häufig mit einer unnötigen Verkomplizierung von Mechaniken und dem Spiel als Ganzes. Viele Entwickler versuchen über zu komplizierte Inhalte mehr Komplexität ins Spiel zu bringen. Dabei wird vergessen, dass etwas Kompliziertes nicht automatisch komplex und etwas Komplexes nicht unbedingt kompliziert sein muss. Man denke hier an Schach: Hochkomplex aber wenig kompliziert. So sollte ein Spiel sein, „easy to learn, hard to master“.

 

Beispielhaft für diese negative Entwicklung ist das Tabletopspiel Warhammer 40k. Das Spiel war von den Regeln her schon immer relativ umfangreich, aber gerade in den letzten fünf Jahren ist um die Grund- und Armeeregeln herum ein regelrechter Regelwulst entstanden. Gepaart wurde dies mit einer extremen Metaspirale. Es sind quasi monatlich neue Inhalte erschienen, die „besser“ gewesen sind als das bereits Spielbare, seien es neue Armeen, Einheiten oder Sonderregeln. Das macht ein Spiel nicht nur wenig vorhersehbar, sondern sorgt gerade bei einem Tabletop, bei dem man seine Figuren zusammenbauen und anmalen muss dafür, dass bei vielen Spielern gerade der Faktor Zeit ein Mithalten in der Metaspirale unmöglich macht. Das ist vor allem für Turnierspieler ärgerlich.

 

Viele Warhammer 40k Spieler haben daher das System gewechselt und sind zu großen Teilen zum Tabletopspiel X-Wing gewechselt. Nach und nach, innerhalb von gerade einmal drei Jahren, war auch hier eine ähnliche Entwicklung zu beobachten. Neue Schiffe waren oft stärker als ältere. Ausrüstungskarten für die Schiffe wurden durch Regelupdates teilweise massiv verändert. Hinzukam eine unnötig hohe Einführung von Regeln und vor allem Mehrfach-Synergieeffekten, die teilweise groteske Züge angenommen haben. Das hat die Hürde für Neueinsteiger in die Höhe schnellen lassen. Man muss seine Schiffe bei X-Wing zwar nicht zusammenbauen und bemalen, aber der Faktor Zeit wurde dennoch immer bedeutender.

 

Auch bei Videospielen kann man in Sachen Metaspirale häufig ähnliche Sachverhalte beobachten. So werden bei vielen MOBAs (Ableger des Echtzeitstrategie-Genres) regelmäßig neue Helden oder Ähnliches eingeführt, die zeitweise wesentlich spielstärker sind als die alten Helden. Das zwingt Spieler dazu, zumindest temporär bis zu Anpassungen durch Patches, auf neue Helden zu wechseln. Dies hat wiederum Einfluss auf Teamzusammenstellungen, Taktiken und Strategien.

 

Ich denke, dass Veränderungen gut sind, solange sie sich nahtlos ins Spiel einfügen. Neue Inhalte halten ein System frisch und machen es aufregend. Verkommt dies aber dazu, dass man nur versucht immer extremer zu werden, dann schreckt das viele Spieler ab, vor allem, wenn wenig Zeit vorhanden ist um sich in immer kürzer werdenden Intervallen mit diesen „Verschlimmbesserungen“ auseinandersetzen zu können. Ein gutes Spiel kann ein „Living Project“ sein, sollte dabei aber auf einem festen Fundament stehen.

Bildschirm-Athleten

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Nach sechs Monaten der intensiven Arbeit ist mein viertes und vorerst letztes Buch „Bildschirm-Athleten“ fertig. Das Buch beschäftigt sich auf rund 500 Seiten und in knapp dreißig Kapiteln mit dem Phänomen e-Sports.

Erscheinen sollte das Buch in ca. zwei Wochen.

Anlässlich des Buches, werde ich zukünftig unter bildschirm-athleten.de über den e-Sports schreiben und nicht mehr auf diesem Blog. Zu allen anderen Themen wird aber weiterhin dieser Blog aktiv bleiben und genutzt werden.