Karl Popper – Der Wissenschafts-Revolutionär

Er gilt als einer der wichtigsten Wissenschaftstheoretiker der Geschichte und bedeutender Philosoph. Karl Popper, österreichisch-britischer Denker, hat das wissenschaftliche Arbeiten und Verstehen geprägt und verändert wie kaum jemand vor ihm.

Im ersten Schritt nahm Popper eine klare Trennung von Wissenschaft und Pseudowissenschaft vor. So sah er beispielsweise den Marxismus nicht als wissenschaftliches Konstrukt, sondern als reine Pseudowissenschaft. Wissenschaft hingegen sei etwa die Relativitätstheorie von Albert Einstein.

Entscheidend war aber seine Ansicht, dass jede wissenschaftliche Theorie falsifizierbar sein müsse. Jede wissenschaftliche Annahme sei eben nur eine Annahme, die schlussendlich auch scheitern könne.

Der so entwickelte Kritischer Empirismus, bekannter als Falsifikationismus, prägt das wissenschaftliche Arbeiten bis heute.

Das eindringlichste und bekannteste Beispiel hierzu sind die Popper-Schwäne. Vor Karl Popper hätten Wissenschaftlicher eine Hypothese aufgestellt und versucht diese empirisch zu beweisen und zu belegen. Eine Hypothese wäre etwa gewesen, dass alle Schwäne weiß sind. Nun wären Wissenschaftler ausgezogen und hätten Beobachtungsdaten ermittelt, die ihre Hypothese beweisen sollen. Daraus ergibt sich vor allem das Problem, dass versucht wird von Einzelfällen, wie viele es in Summe auch sein mögen, auf eine allgemeine Regel zu schließen, was unlogisch ist. Wissenschaftlich wäre der Umkehrschluss: Die Aussage, dass alle Schwäne weiß sind, kann wissenschaftlich und sicher falsifiziert werden, wenn auch nur ein einziger schwarzer Schwan beobachtet wird.

Wissenschaft bedeutet also nicht, dass man Hypothesen beweist, sondern, dass man diese kritisch untersucht und gegebenenfalls gar falsifiziert.

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Autor: Timo Schöber

Familienmensch, Gläubig, Christ, Autor, Akademiker, Intellektueller, Gamer, ehemaliger e-Sportler, Personaler, Tennis- und Handballspieler, Schachfan.