World University Rankings 2019

Times Higher Education hat das neue weltweite Hochschulranking veröffentlicht. Mit Oxford und Cambridge liegen Universitäten aus Großbritannien auf den Plätzen 1 und 2. Es folgen sechs US-amerikanische Universitäten auf den nächsten Plätzen. Harvard liegt überraschenderweise nur auf dem sechsten Platz.

Mit der LMU München findet sich die beste deutsche Universität gerade einmal auf Position 32, die TU München liegt auf Platz 44, Heidelberg auf Platz 47. Damit finden sich sieben europäische Universitäten vor der besten deutschen Hochschule. In den Top 25 liegen gerade einmal fünf Hochschulen aus Europa, die USA stellen ganze 17 Bildungseinrichtungen in den oberen 25 Rängen.

Was sagt uns das? Zum einen ist auffallend, dass die USA in Sachen Hochschulqualitäten nach wie vor das wichtigste Land sind. Auch viele deutsche Wissenschaftler forschen lieber auf der anderen Seite des großen Teichs als in Deutschland. Das hat mehrere Gründe. Zum einen gilt Wissenschaft hierzulande als „uncool“, während Forscher in den USA teilweise den Status von Popgrößen haben. Zum anderen bringen US-amerikanische Universitäten beträchtliche Summen auf, die zu großen Teilen auch in die Wissenschaft fließen. Harvard etwa kann ein Stiftungsvermögen von rund 38 Milliarden US Dollar vorweisen. Zum Vergleich: Die beste deutsche Hochschule, die LMU München, kann rund 2 Milliarden US Dollar Jahresetat einbringen.

Langfristig wird die Schwäche des deutschen Hochschulstandortes verstärkt zu Problemen führen, vor allem hinsichtlich der Forschungsqualität, der Entwicklung von Patenten und der Attraktivität für den Nachwuchs. Die Politik muss hier handeln – zeitnah.

Advertisements

Autor: Timo Schöber

Familienmensch, Gläubig, Christ, Autor, Akademiker, Intellektueller, Gamer, ehemaliger e-Sportler, Personaler, Tennis- und Handballspieler, Schachfan.