Die Schach-Weltmeisterschaft 2018

Lange Zeit galt der norwegische Schachspieler und Schachweltmeister Magnus Carlsen als unbezwingbar. Schon früh wurde er zum Schachgroßmeister und er gewann im Jahre 2013 mit gerade einmal 22 Jahren die Schachweltmeisterschaft. 2014 konnte der den Titel gegen den indischen Großmeister Viswanathan Anand verteidigen, 2016 folgte die erfolgreiche Titelverteidigung gegen den russischen Herausforderer Sergei Karjakin.

Nun muss sich Carlsen gegen den US-amerikanisch-italienischen Großmeister Fabiano Caruana behaupten. Interessant ist diese Zusammensetzung vor allem deshalb, weil Caruana Carlsen kurz vor der Weltmeisterschaft 2018 bereits zweimal bei einem Turnier hinter sich lassen konnte, nämlich beim Grenke Chess Classic in Deutschland als auch beim Altibox Norway Chess in Stavanger.

Die erste Partie der Schachweltmeisterschaft 2018 endete nach circa sieben Stunden mit einem Unentschieden. Besonders erwähnenswert ist, dass Carlsen überraschenderweise auf die Sizilianische Verteidigung setzte. Zwischenzeitlich wirkte es so, als würde Carlsen das Spiel relativ eindeutig gewinnen, am Ende folgte nach dem 115. Zug aber das Remis. Wenn Caruana die Weltmeisterschaft gewinnen möchte, dann muss er aber seine Nerven in den Griff bekommen. Seine Zügen waren teilweise doch sehr von Nervosität geprägt. Alles in allem hat die Partie Lust auf mehr gemacht. Ich bin sehr gespannt auf das Ergebnis der folgenden Begegnungen.

Advertisements

Autor: Timo Schöber

Familienmensch, Gläubig, Christ, Autor, Akademiker, Intellektueller, Gamer, ehemaliger e-Sportler, Personaler, Tennis- und Handballspieler, Schachfan.